Logopädie A-Z

Aphasie:

Verlust der Sprache im Erwachsenenalter, häufig nach Schlaganfällen, aber auch im Rahmen einer Demenz, erstreckt sich auf das Sprechen an sich, aber auch auf das Schreiben oder Lesen.

Artikulation:

Die Aussprache eines Menschen. Bei Kindern kommt es entwicklungsbedingt noch zu Unsicherheiten, die ab einem gewissen Punkt therapiebedürftig sind. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie uns an! Ich stehe Ihnen gerne mit Rat zur Verfügung.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung:

Einschränkungen im Hören wirken sich immer auch auf das Sprechen aus. Gerade im Kindesalter ist dies sensibel zu beobachten. Hierbei geht es nicht nur um das Hören an sich, auch um die Weiterleitung der Hörreize zum Gehirn und wie diese dort verarbeitet werden.

Behinderungen:

Im Zuge von geistigen Behinderungen kommt es auch häufig zu Störungen des Sprechens oder der Sprache (z.B. Down-Syndrom). Logopädische Therapie ist hier eine optimale Ergänzung, um eine ideale Förderung zu gewährleisten.

Bilingualität:

Zweisprachigkeit. Sie stellt generell keine Ursache für eine Sprachstörung dar, aber der Zweispracherwerb muss gewissen Regeln folgen, um das Kind nicht zu überfordern. Sollten Sie unsicher sein oder Fragen haben, sprechen Sie uns an!

Cochlear-Implantat; CI:

Bei besonderen Erkrankungen des Ohres (z.B. Otosklerose) ist diese Art des Hörgeräts notwendig. Die Rehabilitation, das "neue Hören", mit CI ist besonders aus Gründen der Akzeptanz wichtig.

Dysarthrie:

Ebenfalls oft nach Schlaganfällen, aber auch im Rahmen von neurologischen Erkrankungen (z.B. Parkinson). Hier ist das Sprechen mit seinen Bereichen Atmung, Stimmgebung und Artikulation betroffen.

Dysglossie:

Nach einer Operation im Mundraum/Halsbereich kann es zu Lähmungen, Entfernungen oder anderen Beeinträchtigungen des Sprechablaufs kommen. Mit Logopädie lässt sich die Verständlichkeit, aber auch der Schluckablauf, wieder steigern.

Dysgrammatismus:

Vertauschungen von "den" und "dem" können auch tiefergehende Ursachen haben. Grammatikalische Störungen werden oft belächelt und der Sprecher als "dumm" abgestempelt. Deshalb ist es wichtig, bereits im Kindesalter zu überprüfen, woher grammatikalische Unsicherheiten kommen. Sprechen Sie uns ruhig an!

Dysphagie:

Störungen des Schluckaktes, altersbedingt oder resultierend aus einer neurologischen Grunderkrankung. Bedeutet oft eine extreme Einschränkung der Lebensqualität, man lässt liebgewonnene Speisen weg, weil sie nicht mehr sicher, ohne Verschlucken, hinunter gehen.

Epilepsie:

Epileptische Anfälle können auch die Sprachareale im Gehirn zerstören. Hier können mit logopädischer Arbeit die verlorenen Fähigkeiten wieder aufgebaut werden.

Hörgeräte:

Häufig macht auch die Anpassung eines Hörgeräts eine logopädische Therapie notwendig, denn das neue Hören will gelernt und trainiert sein.

Laryngektomie:

Teilweise oder komplette Entfernung des Kehlkopfes nach Krebs. Aber auch ohne Kehlkopf ist Sprechen und Kommunikation möglich. Zudem ist die Pflege des Tracheostomas nötig und wird von Logopäden begleitet.

Late-Talker:

Kinder, die bis zu ihrem zweiten oder dritten Lebensjahr nicht oder zu wenig sprechen. Dies hat in der Regel eine Ursache, der auf den Grund gegangen werden muss! Sprechen Sie uns an!

LRS:

Lese- und Rechtschreib-Schwierigkeiten, generell nicht im Leistungsspektrum der Logopädie. Aber oft ist eine auditive Verarbeitungs- oder Wahrnehmungsstörung die Ursache. Die Entstehung oder Verschlimmerung einer LRS ist oft mit wenigen logopädischen Sitzungen zu erreichen.

MFS:

Myofunktionelle Störung, häufig in Verbindung mit einer Zahnspangenanpassung. Hier geht es um die Arbeit am Schlucken. Ein neues Schluckmuster muss erarbeitet werden, damit die oft kostenintensive Zahnspange nicht umsonst war, da sich die Zähne im Laufe der Zeit erneut verschieben würden.

Poltern:

Undeutliche Aussprache, Konzentrationsmängel, Unruhe und sogar stotterähnliche Symptome zeichnen diese Sprechstörung aus. Wird oft akzeptiert, da man als Gesprächspartner nicht "zu pingelig beim Zuhören" sein will. Dabei ist die Therapie sehr variantenreich und diese Störung schnell zu überwinden.

Sprachentwicklungsstörung/-verzögerung:

Hierunter fallen die meisten Störungen, die im Kindesalter auftreten können, vom Lispeln, über anderweitige Aussprachestörungen (Tinderdarten statt Kindergarten, etc.) bis hin zu grammatischen Unsicherheiten. Sollten Sie unsicher sein, was die Sprachentwicklung Ihres Kindes betrifft, sprechen Sie uns bitte an!

Stimmstörungen:

Häufige und/oder immer wiederkehrende Heiserkeiten, oft ohne offensichtlichen Grund, besonders bei Berufssprechern (Lehrer, Pfarrer, Außendienstler, etc.). Falls auch Sie darunter leiden, auch ohne zu einer speziellen Berufsgruppe zu gehören, sprechen Sie uns an. Auch verbeugend kann viel erreicht werden. Ebenfalls macht eine Nervenschädigung im Halsbereich, oft nach Schilddrüsenoperationen, eine logopädische Stimmtherapie unerlässlich.

Stottern:

Blockierungen, Wiederholungen oder Dehnungen im Sprechfluss, für Betroffene oft eine Qual, die sich oft auch massiv psychisch auswirkt. Im Kindesalter kommt es oft zu entwicklungsbedingten Redeunflüssigkeiten. Hier ist der richtige Umgang mit unflüssigen Kindern das A und O. Sprechen Sie mich bei Bedarf an!